Zum Jura Elefanten

Das Stierberger Riff aus der Jurazeit fasziniert nicht nur Kletterer mit seinen steil aufragenden Felswänden, den plötzlichen Abbrüchen und den romantischen Felsformationen, der Fuchsweg lädt uns zum Wandern ein!

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Das Schwammkalkriff mit dem Elefanten

Wie eine Oper braucht auch eine gute Wanderung eine Ouvertüre. Wir parken deshalb in Almos und wandern auf Flurwegen um den Volzenstein (bei 1800m links halten!) nach Münchs. Dort halten wir uns auf der kleinen Straße rechts bis zum Wanderparkplatz am Langen Berg, den wir in der Direttissima angehen (sind nur 5 Minuten bergauf schnaufen).
Wir stehen staunend vor dem vorzeitlichen Kalkriff mit seinen Klüften und Schrunden, an denen ab und an ein Kletterer wie ein bunter Klecks klebt. Unser Weg im Zeichen des Fuchses führt im Uhrzeigersinn um das Riff und belohnt uns am nördlichen Ende mit einem der markantesten Felsen der fränkischen Schweiz – dem Jura Elefanten!
In Stierberg haben wir uns eine Rast verdient und kehren in Landgasthof Fischer ein.

Landgasthof Fischer
Täglich von 11 – 18 durchgehend geöffnet, warme und kalte Küche – Montag Ruhetag.
Ausgezeichnete fränkische Küche mit kulinarischen Spezialitäten.
www.gasthof-pension-fischer.de; +49 9244 384

Ein Bamberger als Herr von Stierberg

Nach dem guten Essen und köstlichem Kellerbier schnauft’s sichs heute zum zweiten Mal den Berg hinauf. Diesmal ist es der Schlossberg mit der Ruine der Burg Stierberg. Der Name Stierberg erscheint erstmals 1187 mit der Nennung des Bamberger Domkanonikers Otnand de Stierberc. Vermutlich saß das Ministerialengeschlecht als Dienstleute des Bamberger Bischofs auf der Burg. Die Feste selbst wird jedoch erst 1308 im Testament des Edelfreien Gottfried von Schlüsselberg erwähnt, von dem es in Erbfolge an die Raubritter von Leuchtenberg übergeht.
Nach einem spektakulären Überfall leuchtenbergischer Söldner auf einen großen Kaufmannszug wurden die Landgrafen 1413 von den Burggrafen von Nürnberg, auf deren Geleitstraße der Übergriff erfolgt war, verklagt.
Um die Entschädigungssumme aufbringen zu können, verkaufte Landgraf Leopold von Leuchtenberg schließlich die Burg Stierberg mit allen Rechten und Zugehörigkeiten am 27. Januar 1417 an Pfalzgraf Johann von Neumarkt-Neunburg und wurde damit pfälzisch.

Abbrennen – aufbauen, abbrennen – aufbauen …

Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Burg Stierberg am 2. Juli 1504 von den Nürnbergern eingenommen, ohne dass sie auf größere Gegenwehr gestoßen wären. Der pfälzische Kriegshauptmann Ludwig von Eyb zu Hartenstein eroberte Stierberg jedoch im Oktober 1504 zurück, wobei es zu Schäden vor allem in der unteren Burg gekommen sein soll. Mit dem für Nürnberg siegreichen Ausgang des Erbfolgekriegs übernahm die Reichsstadt 1505 mit den westlichen pfälzischen Ämtern auch wieder Stierberg. Die Burg wurde von 1505 bis 1513 in Stand gesetzt und zum Sitz eines reichsstädtischen Pflegamtes bestimmt.
Nachdem im zweiten Markgrafenkrieg Soldaten des Markgrafen Albrecht Alcibiades aus Kulmbach Betzenstein am 20. Mai 1553 kampflos besetzten und das neue Pflegschloss in Brand steckten, zogen sie weiter nach Stierberg. Nach heftiger Beschießung wurde die Burg von den Nürnberger Kriegsknechten übergeben und von Albrechts Truppen zerstört, indem die leicht brennbaren hölzernen Nebengebäude der unteren Burg in Brand gesetzt wurden.

Burgruine Stierberg

Die Burgruine Stierberg

Während die obere Burg in Trümmern liegen blieb, wurden im 16. Jahrhundert wenigstens die Befestigungen der unteren Burg noch einmal repariert und dort ein Vogthaus, ein Getreidekasten und diverse Wirtschaftsgebäude errichtet. Die Befestigung der unteren Burg wurden von den Nürnbergern noch im 18. Jahrhundert unterhalten. Im 19. und 20. Jahrhundert missbrauchte man die Anlage als Steinbruch für benachbarte Gemeinden. Von Ruinen der oberen Burg sind heute nur noch wenige Spuren erhalten. Auf dem tiefer gelegenen Sattel zwischen dem Felsen der oberen Burg und einem nördlichen Felsen erstreckt sich die untere Burg. Ein zu ihrer Sicherung nördlich angelegter Rundturm hat sich in einer Höhe von bis zu 6 Metern auf einem hoch aufragenden Felsen erhalten.

Wanderkarte

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